
Ein paar halbwegs interessante Fakten zum Bildungsweg und beruflichem Werdegang. Die 13 Jahre Schulbildung sollten noch einmal um zwei Jahre ergänzt werden und auch das Studium begann anders als erwartet, sollte aber nach kurzem Umweg doch zum Ziel führen.
Das Berufliche entwickelte sich ebenso anders als gedacht. Statt mit einer soliden Ausbildung bei „Firma Sowieso” begann es 1996 in einer schmutzigen Lagerhalle.
Grundschule, Orientierungsstufe und Gymnasium nach Schema F. Dann folgte die Oberstufe und eine chronische Unlust. Klausuren wurden in der Pfeife geraucht, was schließlich zum Nichtbestehen des Abiturs und einem unrühmlichen Abgang vom Schulzentrum führte. Ganz ehrlich, rückblickend betrachtet hatte das auch Positives.
1996 begann nach missglücktem Abitur bei der Merkur Zeitarbeit das Berufsleben — vom Regenschirm-Tester bis hin zum Müllrutschenreiniger so gut wie alles dabei. Bei 'ner Abbruchfirma Steine geschleppt, am Fließband Tee verpackt, auf dem Gleisbau geschwitzt und bei Hans Freitag in Verden Kekse gebacken. Später bei „AK Sport” Sportgeräte repariert und mit dem Gabelstapler eine Lagertür zerbeult. Es war eine gute Zeit …
Im neuen Jahrtausend, nach allerlei mies bezahlten Jobs an unwürdigen Orten, kam 2001 die Erleuchtung, das Abitur wäre doch ganz nützlich. Also wurde auf der Erwachsenenschule Bremen Verpasstes nachgeholt, um zwei Jahre später das längst überfällige Abi in den Händen zu halten.
Nach dem Abitur im Jahre 2003 folgten zwei Semester Technomathematik und Elektrotechnik. Die Bremer Uni gefiel schon am ersten Tag nicht und die Studienfächer haben auch nicht wirklich überzeugt. 2004 dann der Wechsel zur Hochschule Bremen.
Von Herbst 2004 bis Oktober 2008 Studium der Medieninformatik an der Hochschule Bremen. 2006 wurde das Vordiplom erreicht. Im November 2008 durfte ich mich dann Dipl. Inf. (FH) nennen, mit einer Gesamt-Diplomnote von 1,3. Rückblickend betrachtet war die Hochschule Bremen der Bremer Uni in vielen Dingen überlegen und es waren vier schöne Jahre dort.
Nach den stupiden Jobs der 90er Jahre sollte neben dem Studium eine Art von Arbeit folgen, für die als Qualifikation mehr als BILD-Zeitung, Blaumann und 'ne Schippe Beton benötigt wird. Bei der engram GmbH wurde 2006 fünf Monate als Softwareentwickler eigenständig ein Projekt durchgeführt und erste Erfahrung gesammelt. Im Sommersemester 2008 stand ich an der Hochschule Bremen in Lohn und hab für ein paar Öcken das Tutorium zum Fach Datenbanken übernommen.
Von Mai bis August 2008 bei der Informationsgesellschaft mbH als freier Mitarbeiter im Bereich Informatik angestellt. Von Oktober 2008 bis Januar 2009 bei der visuamundo GbR in Oldenburg als Mitarbeiter im Bereich Geotainment tätig. Mitte Januar 2009 folgte der Umzug ins hessische Wiesbaden und seit dem Anstellung als Webentwickler auf der anderen Seite des Rheins bei den Mainzelmännchen.
Da der tägliche Arbeitsweg von Hessen nach RLP mit Bus und Bahn oft einer Odyssee gleicht und Wiesbaden neben Altbauten und Parkanlagen leider oft auch mit Verkehrschaos und Lärm glänzt, kam nach 16 Monaten der Entschluss, lieber dort hin zu ziehen, wo reichlich wenig Action ist. Und so hat es mich im Juni 2010 ins rheinhessische Dorf Ober-Olm im Kreis Mainz-Bingen verschlagen, von wo aus es mit dem Fahrrad keine 15 Minuten zur Arbeit sind.